Biogasanlage im Garten spart Müll macht frei

Screenshot: Homebiogas

Biogas-Anlage für zuhause: Mit einer tollen Idee mischen drei Ingenieure und Tüftler aus Israel die Karten neu. Ihr Credo: „Verschwende keinen Abfall“ – ihre Lösung: die Biogasanlage im eigenen Garten. Sie produziert Energie aus Küchenabfällen und erzeugt zugleich Flüssigdünger und Wasser für die Pflanzen im Garten, deren Ernte wiederum Nahrung liefert.

Das System heißt „Homebiogas“. Die grüne Maschine sieht aus wie eine Plastiktonne – halb Sammelcontainer, halb Waschbecken. Oben kippt Erfinder Oshik Efrati den Biomüll rein, drinnen wird er von Bakterien in Gas verwandelt. Damit können die Betreiber dann Duschwasser erhitzen, auf einem Herd ihre Speisen kochen oder Lampen leuchten lassen.

Alles mit selbst produziertem Strom aus eigenem Abfall.

 

Drei Mahlzeiten mit Strom aus sechs Liter Biomüll

 

Fünf Jahre bastelten Oshik und seine Kollegen an dem Gerät. Ihr Startkapital sammelten sie über Crowdfunding. Jetzt stehen die ersten Homebiogas-Anlagen bereit. Schnelle Käufer können sie im Netz für unter 1.000 Dollar ordern, später soll die Biogas-Anlage für den Haushalt 1.500 Dollar kosten.

Die Anlage kommt als Bausatz. Sie ist in zwei Stunden einsatzbereit, versprechen die Hersteller. Bis zu 6 Liter Biomüll oder 15 Liter Dung erzeugen dann je Füllung in dem Gerät rund 600 Liter Biogas. Es wird in einem Tank gespeichert. Die Menge reicht aus, um drei Mahlzeiten zu kochen, so die israelischen Tüftler – etwa 10 Liter flüssigen Dünger für die Pflanzen im Garten gibt es dazu.

 

Gerd Pfitzenmaier